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Projektbeschreibung:

Hinter „Der Schatz der Rudolfsteiner“ verbirgt sich ein Jugendfilmprojekt an dem nicht nur filmbegeisterte und technisch versierte, sondern alle jungen Menschen mit Motivation und Engagement teilnehmen können.
Der zeitliche Rahmen des Projektes erstreckt sich vom Planungsbeginn im Oktober 2009 bis hin zur Veröffentlichung im April 2011. Die Hauptdrehzeit wurde speziell in die Sommerferien gelegt. Wobei nicht nur in einer Stadt, sondern verteilt über mehrere Städte und Gemeinden in Oberfranken die Dreharbeiten stattfinden. Hierdurch zeigt man die schöne Umgebung und Sehenswürdigkeiten, gibt aber auch jungen Menschen die Möglichkeit in gewohnter Umgebung ihre sozialen Kompetenzen zu stärken und zu vernetzen. Wir fördern mit diesem Projekt die heutzutage sehr wichtige Team- und Kooperationsfähigkeit, zeigen den Teilnehmern verschiedene Berufsfelder auf, die sonst in Oberfranken kaum oder gar nicht vorhanden sind und bieten das Abenteuer Kinofilm als Ferienerlebnis. Daneben will auch der Inhalt und die sozialen Aspekte der Geschichte zum Nachdenken anregen. Ein Film von Jugendlichen für Jugendliche spricht eher an als jede „moralische Predigt“ eines Erwachsenen.
Jugendliche werden zusammen mit Profis diesen Kinofilm erstellen. Vom Drehbuch bis zum fertigen Produkt sind die Jugendlichen entscheidend eingebunden. Die Profis sind dabei Fachberater, welche den Film bis ins Kino begleiten und den Jugendlichen die Arbeit von Filmschaffenden nahe bringen.
Die Jugendlichen agieren vor- und hinter der Kamera und werden durch Castings in ganz Oberfranken, vorwiegend bei diesem Projekt aus Bayreuth, Wunsiedel, Hof und Kulmbach, zugezogen. Herkunft oder sozialer Status sind für eine Teilnahme nicht relevant. Die Drehorte sind in Oberfranken. Als Grundlage für das Drehbuch dient eine Sage aus dem Fichtelgebirge. Diese wird mit historischen und fiktiven Gegebenheiten zum Drehbuch ausgebaut. Die Kinoauswertung soll mindestens oberfrankenweit erfolgen. Die Mitglieder im Filmteam sind zum Großteil ca. 4 Wochen am Stück ganztägig im Einsatz. Zusätzliche Teammitglieder unterstützen an bestimmten Tagen die Setcrew. Freie Tage richten sich nach Wunsch und Position. Die Schauspieler haben verschiedene Einsatztage, wobei die Hauptdarsteller fast die komplette Drehzeit im Einsatz sind. Komparsen werden an fast allen Drehtagen benötigt. Dabei haben die meisten Komparsen mehrere Einsatztage. Die Einsatztage richten sich meist nach den Wünschen der jeweiligen Komparsen und der Komparsenrolle. Die Teilnahme wird von vielen als Praktikum, für Berufsfortbildung oder Berufseinstieg genutzt. Andere wollen einfach nur mal beim Film „hineinschnuppern“. Kaum einer verbringt nur einen Tag an unserem Set. Für viele dient das Projekt auch als Anregung an der Schule oder anderen sozialen Einrichtungen Medienprojekte zu starten oder daran teilzunehmen.

Die Teilnehmer werden folgende Positionen übernehmen:

Team (ca. 50 Personen):
Kamera/Kameraassistenz
Regieassistenz
Aufnahmeleitung-/Assistenz
Drehbuch
Script
Continuity
Videooperator
Making of (Kamera/Interviews/Schnitt)
Komparsenbetreuung
Beleuchter
Techniker
Ton/Tonassistent
Maske
Garderobe
Catering
Stunt
Schnitt
Filmmusik

Cast (ca. 376 Personen):
4x Hauptrolle
42x Nebenrolle
30x Kleindarsteller
ca. 300x Komparse



Projektziel:

Das Projektziel ist natürlich vorrangig die gemeinsame Arbeit an dem Film, das Erwerben neuer Fähigkeiten und die erfolgreiche Anwendung von bereits Erlerntem. Zudem sollen Kultur (Sage) und Geschichte der Region (z.B. erstes deutsches Uranerz vom Rudolfstein) in die Story eingebunden werden. Die Teilnehmer lernen im Team zu arbeiten und haben ein gemeinsames Ziel, einen Kinofilm, die höchste Form des Filmemachens, zu erstellen. Sich auf der „großen Leinwand“ zu sehen, ist für junge Menschen heute etwas sehr Erstrebenswertes. Die Arbeit erfolgt mit aktueller Technik, die sowohl bei Film, als auch bei Fernsehen eingesetzt wird. Um die Qualitätsstandarts für Kino erfüllen zu können, muss mit HD-Technik gearbeitet werden, die zwar teuer ist, aber dadurch auch den sorgfältigen Umgang mit Geräten schult, die den Teilnehmern im Beruf begegnen werden. In Deutschland zum Teil führende Profis (z.B. Stuntkoordinator ist Vorsitzender des Verbandes der Stuntleute in Deutschland) sichern den Erfolg und können den Teilnehmern wertvolle Einblicke in die Arbeit von Filmemachern geben. Über 30 verschiedene Berufe werden übernommen, deren Vor- und Nachteile aufgezeigt. Durch kennen lernen der Arbeitsweise bei Film und Fernsehen wird zudem die Medienkompetenz der Teilnehmer gesteigert.
Da der Film in möglichst vielen Kinos gezeigt und danach den TV-Sendern angeboten werden soll, ist es zum Einen eine gute Möglichkeit unsere Region zu zeigen, zum Anderen ist es auch eine Berufs- und Karrierechance für die Teilnehmer.
Aus pädagogischer Sicht ist es subjektiv sicher erst einmal besser in der Realität an den tatsächlichen Problemen junger Menschen zu arbeiten. Doch objektiv betrachtet ist ein Film eigentlich das Abbild der Realität. In welchem Gewand die Geschichte auch immer verpackt ist, spielen doch zwischenmenschliche Probleme und gesellschaftliche Grundsätze immer die Hauptrolle. Die Macher des Films erleben diese und das Publikum kann sich selbst im Spiegel sehen. Bei „Der Schatz der Rudolfsteiner“ werden Probleme zwischen unterschiedlichen Interessensgruppen angesprochen, ebenso wie Probleme in der Familie. Es wird aufgezeigt, dass nur Zusammenarbeit, gegenseitiges Vertrauen und strategisches Denken zum Erfolg führt und Ehrlichkeit belohnt wird.
Bei der Umsetzung der Filmidee werden junge Menschen die Möglichkeit haben, sich ihr eigenes Bild zu machen, Erkenntnisse in das Projekt mit einfließen zu lassen und so ihren Zuschauern ihre Sichtweise von Gegebenheiten des Lebens aufzuzeigen. Die eigene Interpretation seiner Rolle in der Gesellschaft zu finden gehört aus psychologischer Sicht zu den Entwicklungsaufgaben Jugendlicher. Diese Aufgabe ist in einer immer komplexer werdenden Welt gar nicht so einfach zu lösen. Wir versuchen mit unserem Projekt diese Aufgabe auf fiktionaler und praktischer Lernebene zu unterstützen.
Vor diesem Hintergrund halten wir das Projekt aus pädagogischer Sicht für unterstützenswert. Wir versuchen unseren Teil der Demokratieerziehung und sozialen Eingliederung in die Gesellschaft auf eine besondere, aber heutzutage sehr relevante Art umzusetzen. Den finanziellen Aufwand jedoch können wir nicht alleine tragen. Daher bitten wir um Unterstützung.



Vorteile:

- Teilnehmer bringen ihre Ideen in das Projekt ein und setzen diese um
- Teilnehmer aus allen sozialen Schichten arbeiten zusammenÜber 30 verschiedene Berufe werden aktiv übernommen
- Team- und Kooperationsfähigkeit wird geschult
- Individuelle Fähigkeiten werden gefördert
- Tätigkeit kann als Praktikum anerkannt werden
- Schulung im Umgang mit High-End Technik
- Anleitung durch in Deutschland führende Profis
- Arbeit mit Stars aus Film und TV motiviert junge Menschen
- Effektive Stärkung der Medienkompetenz
- Erlerntes kann auch im normalen Leben angewendet werden
- Kulturgut der Region (Sage) dient als Grundlage der Story
- Geschichtliche Elemente werden involviertSehenswürdigkeiten der Region werden gezeigt
- Gemeinsames Ziel KinovorführungPositive Darstellung der Region in Kino und TV
- Ein spätere Auswertung des Projektes an Schulen ist möglich